Ein Jahr nach der Gründung von Tennis Borussia wurde der Fußball ins Vereinsprogramm aufgenommen. Daß man bereits 1904 mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen konnte, verdankt TeBe einem damals gerade 7 Jahre alten Knirps! Der junge Jacques Karp war trotz aller Verbote bereits ein großer Fußballfan und sorgte dafür, daß eine ganze Anzahl seiner älteren Freunde bei Tennis Borussia eintrat - die Geburtsstunde der ersten Mannschaft. (folgt)
Schon im Jahr 1910 hatte TeBe seinen ersten kleinen 'Skandal'. Das Gastspiel bei Concordia endete mit einem Abbruch und dem Sieg für TeBe am 'grünen Tisch'. Einzelheiten sind dem schriftlichen Streit zu entnehmen, der in damals unüblicher Weise über die Leserbriefseiten der (bundesweiten) Sportzeitungen ausgetragen wurde. (folgt)
1913 ließ sich TeBe in das Vereinsregister eintragen. Der Antrag enthielt einen bösen Tippfehler, aufgrund dessen TeBe beinahe als 'Berliner Tennis Blub Borussia' weiterexistiert hätte! Eine findige Person im Amtsgericht konnte sich aber glücklicherweise denken, was gemeint war, und ersetzte das B durch ein C. (Abbildung folgt)
Am 10. Juni 1951 bezog TeBe in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gegen Preußen Münster im Olympiastadion eine böse 2:8-Klatsche. Das Peinliche daran: Nach einer halben Stunde dieses letzten Gruppenspiels hatten die Veilchen mit 2:0 geführt. Durch die Höhe der Niederlage überholte Münster noch den Favoriten 1.FC Nürnberg in der Endabrechnung. Die Franken witterten aus ihrer Sicht zurecht Manipulation. Die TeBe-Spieler aber wiesen diesen Verdacht schroff von sich. Der DFB lehnte den Einspruch Nürnbergs ab. Ergebnisse ansehen!
Am ersten Spieltag der Saison 1952/53 sorgten TeBe-Fans für einen Abbruch des Spiels gegen Wacker 04 im Mommsenstadion. Nach mehreren umstrittenen Entscheidungen durch Schiedsrichter Treichel gingen wohl einigen die Nerven durch. Lesen (identisch mit dem Menuepunkt 'Hooligans '52')!
Als TeBe Anfang der 1980er Jahre wirtschaftlich am Ende war, entwickelte man noch wirklich nette Ideen. Der finanzielle Erfolg der Aktion, durch den Verkauf von Streichholzbriefchen Spendengroschen einzunehmen, darf sicher bezweifelt werden. Der Versuch brachte aber Publicity auf sympathische Weise. Bild ansehen (öffnet sich in neuem Fenster)!
1993 gelang TeBe unter Trainer Willibert Kremer der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch nach miserablem Start in den Profifußball wurde Kremer bereits im Oktober '93 vor die Tür gesetzt. TeBe steigerte sich, stieg aber chancenlos wieder ab. Ein gutes halbes Jahr nach seiner Entlassung wurde Kremer von Präsident Jack White wieder in Gnaden aufgenommen: 'Wir alle haben Fehler gemacht und daraus gelernt.' Wohl ein Trugschluß, denn die Geschichte wiederholte sich: TeBe startete schlecht, und schon im Herbst '94 saß der Trainer wieder auf der Straße...
Zum Spiel gegen die SpVgg Unterhaching ließ TeBe im Mai 1999 die üblichen Plakate anfertigen. Peinlich, peinlich: Der Name der Gästemannschaft, die einen Monat später sogar in die 1. Bundesliga aufstieg, wurde falsch geschrieben. TeBe versicherte, der Fehler liege bei der Druckerei. Die Plakate wurden trotzdem aufgehängt und verteilt, weil zunächst niemand den Fehler bemerkte. Plakat ansehen (öffnet sich in neuem Fenster)!
Als Aufstiegskandidat Nummer 1 und mit einem vereinsinternen Rekordetat von etwa 17 Mio. DM vollbrachte die Mannschaft von Trainer Winnie Schäfer in der Saison 1999/2000 das Kunststück, bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt in der 2. Liga bangen zu müssen. Wobei 'bangen' mit Sicherheit das falsche Wort ist: Für seinen (Ehren-)Treffer zum 1:3 gegen Nürnberg wollten die Spieler den Schweizer Marco Walker in der Kabine verprügeln. Die meisten Spieler wollten absteigen, weil sie auf diese Weise den meisten Profit aus TeBe schlagen konnten. Ein wohl einmaliger Vorgang im deutschen Fußball. (folgt)